Als wir die Schatten
der Nacht besiegten,
hat uns der Morgen
nicht mehr erkannt.
Wir waren Fremde
im Sonnenlicht,
das vor Scham errötete.
Ganz zart nippten
- Du und Ich -
an der Wahrheit ,
des Vergessens
die uns unsterblich
machen sollte.
Im Rücken das Glück,
das seinen Schatten
lachend in die Zukunft warf.


© Geli/2013

 

 

Ich wollte dich so gern wiedersehen
Doch da haben die Wellen
meine Gedanken fortgetragen.
Mit aufs offene Meer genommen
und das letzte Abendlicht
lässt sie versinken.
Mein Blick streift den Horizont,
der rötlich schimmert
und zögernd nehme ich Abschied.
Dein Bild im Herzen,
wird mir niemand nehmen,
und so gehe ich,
getragen von der Hoffnung
und der Sehnsucht
des Augenblicks.

© Geli

 

                                           

Als du gingst...

Doch wenn wir nicht mehr vertrauen,
                                nicht mehr lieben,                            
dann wird unsere Seele gefrieren
  und Einsamkeit uns einhüllen
  Erinnerungen uns auffressen
   und nichts bleiben als eine Hülle
     bleich und ohne Regung ...

                                                                                     © sissi kallinger

                                          


 

Wege gehen

 

Wir gehen Wege,

wohl wissend,

dass es keinen Weg gibt,

der endlos ist.

Ist der Weg wirklich das Ziel?

Sind vielleicht gerade Ziele

die Endlichkeiten unserer Wege?

Welchen Weg auch immer wir wählen,

er verpflichtet.

Kein Weg ist steinig genug,

als dass er unbegehbar ist

und kein Stein ist nur ein Hindernis.

Er kann schmücken, 

er mag den Weg glätten 

oder den Weg führen. 

Wir kennen sie alle,

diese Steine

und wir gehen sie ständig,

diese Wege.

Sie mögen uns vor Gefahren mahnen 

und doch ständig

den Reiz in uns wecken

wissen zu wollen,

was hinter diesen Steinen ruht, droht.

© Kariologiker

 

 

 

Irgendwo

Kennst du das Land,
wo der Mond die Sonne küßt,
Streit sich schlichtet, nur Liebe ist?
Menschen freundlich zueinander sind,
die Gesellschaft liebt das Kind,
sie nicht hungern, ungezwungen spielen?

Bäche sauber fließen,
kein Sturm sich regt,
in der Wüste Blumen sprießen,
zum Wasser führt ein Weg.

Es gibt keine Kriege,
keine Bombe fällt,
ach wie friedlich ist diese Welt!


Das Universumland besteht nur in der Phantasie,
betreten wird der Mensch es nie!

 

© Klaerchen

 

 

Dein Weg

Dein Weg, der ist für dich bestimmt
Vom ersten Licht, vom ersten Schrei
Die Kindheit rauscht nur so vorbei
Die Jugend ist so kurz, kaum hast du sie erlebt
Wehe dem, der nach höherem strebt
Dem bleibt im Alltag viel verborgen
Denkt an heute, nicht an morgen
Kommt schnell auf den Teppich zurück
Langes Leben kurzes Glück
Die Rückschau an die Jugendtage
Kommt im Alter mit den Jahren
wenn du nicht mehr gehen kannst
Betagt du auch kein Bäumchen pflanzt
In jungen Jahren hast du viel geträumt
Im Alter stellst du fest, was du versäumt.
Klage nicht und weine nicht wie ein Kind
Du hast Deinen Weg selbst bestimmt.
Freue dich über dein Leben
Dein kleines Glück,
blicke nicht so viel zurück.

© Klaerchen

 

 

Momente

Es war so warm bei dir
So weich
Schön zum Träumen
Gedanken flogen davon
Wie Sommerwind
Empfindungen tanzten
Im Gleichklang mit dir
Schlug mein Herz
Es sind unvergessene Momente
Erinnerungen, Vergangenheit
Manchmal hole ich mir diese Momente
Und die Kälte weicht.

2009 
© Klaerchen

 

Wie Sehnsucht

Ich bin einsam ohne dich
Das Zimmer leer
Der Blick auf das Meer
gibt mir Trost
denke an die Wärme
die uns umgab
unbeschwert und fröhlich
mit jedem Tag
wird es kälter ohne dich
unabänderlich
vergeht der schöne Sommer
wie Sehnsucht leis`,
ganz leis`.

2009 © K.S.