Sonett

Der Bäume Zweige sind ins Blau gebogen

Und ich kann an die laue Luft mich lehnen.

So werd ich zwischen Blumen streu’n mein Sehnen

Und tanzen auf den schaumgekrönten Wogen.

 

Ich weiß noch, wie vor uns die Vögel zogen,

das hieß so leicht die Freiheit in uns wähnen

nur  Freude zeichnen in den Lebensplänen

und löschen alle Wort, die uns trogen.

 

Nicht mehr erstarren will ich in dem Leiden

Ich möchte Frühlingsahnen in mir sehen

Und über Sand und Blumenwiesen gehen,

 

die harten Stolpersteine will ich meiden

auf täglich neue kleine Wunder bauen

mit klarem Blick das Blau des Himmels schauen.

 

 

Das Meeresrauschen dröhnt in meinen Ohren,

bahnt sich den Weg ganz tief ins Herz hinein,

zeigt wellengleich das Bild das mir verloren.

 

So plötzlich bist du fort, lässt mich allein.

Unendlich schwer liegt Schmerz auf meiner Seele,

bahnt sich den Weg ganz tief ins Herz hinein.

 

Egal, wohin ich geh, welch Weg ich wähle,

er scheint mir düster und so ohne Sinn.

Unendlich schwer liegt Schmerz auf meiner Seele.

 

Ist dies des Endes trauriger Beginn?

Ich möchte diesen schweren Weg nicht gehen,

er scheint mir düster und so ohne Sinn.

 

Im Traume nur werd ich dich noch mal sehen,

es flüstert mir, was mich so tief bewegt.

Ich möchte diesen schweren Weg nicht gehen.

 

Wenn Sehnsucht sich dann brennend in mir regt

und Meeresrauschen dröhnt in meinen Ohren,

es flüstert mir, was mich so tief bewegt,

zeigt wellengleich das Bild, das ich verloren.

 

 

Für Lara

 

Jetzt, da du so leis fortgegangen,

ist selbst der Regenbogen grau.

Nun sind wir in dem Netz gefangen,

was uns einst war das Sommerblau.

 

Wenn Tränen sich an Wolken hängen

und Sonne Nebel löscht im Land,

dann lausche ich den zarten Klängen

des Bogens der sich Himmels spannt.

 

Wer aus dem Dunklen kommt, sieht kaum

die fließend Farbenpracht im Licht.

Das Herz schon ahnt, was noch im Traum

ein langsam Heilen uns verspricht.

 

Es bleibt das Salz auf meinen Wangen

und langsam öffnen sich die Türen.

Es flieht, so scheint es mir, das Bangen.

So nah kann ich dich bei mir spüren.